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Mosterei in Reinbek bei Hamburg

Marianne und Wilfried Marquardt
21465 Reinbek, Hermann-Körner-Strasse 15,  Tel.: 040 / 722 18 98
E-Mail: Reinbeker@Hobbymosterei.de

 

Gedichte

 

Nutzen und Wert des Obstes
Die zwölf Grundregeln des Obstbaues
Apfelsaftsorten zum Geburtstag
Der Apfelgarten
Frühling
Das erste Birnbaumgedicht
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Vom schlafenden Apfel
Bei einem Wirte wundermild
Am Apfelbaum
Lob dem Apfel
 

 

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Nutzen und Wert des Obstes
(von Leonhard Koch 1831 bis 1896
Benefiziat in Gnotzheim bei Heidenheim)


Gott pflanzte einen Garten
und setzte Adam drein.
Der sollte seiner warten
und sich der Früchte freu`n.

Da sah man Bäume prangen
mit Früchten aller Art.
Sie waren leicht zu langen
und wunderschön und zart.

Mit Regenbogenfarben
hat Gott das Obst bemalt.
Es nährt wie Weizengarben
und macht gesund und alt.

Nicht riechen Blumensträuße,
wie mancher Apfel riecht
und eine süß`re Speise
als Birnen gibt es nicht.

Die vollen roten Kirschen
sind manniglich beliebt,
für Aprikosen, Pfirschen,
sein Geld man gerne gibt.

Die gelb` und blaue Pflaume
ist frisch und dürr im Wert,
doch wer sie stiehlt vom Baume,
dem Galgen angehört.

Wer sich am Zaun vergreifet
und an des Baumes Pfahl,
o diesen überhäufet
mit Schand und Spott und Qual.

Was an den Bäumen naget,
das werde weit verbannt!
Erlegt es oder jaget
es ins Schlaraffenland.

Dann setz ich wie die Franken,
brav Bäume in das Feld
und mach Euch nach Gedanken
zum Paradies die Welt.

Helft nicht dem Satan hindern,
woraus uns Heil ersprießt.
Gleich Gottes guten Kindern,
der`s meiste pflanzt und gießt.

Der Obstbau lässt ersparen
das stets verteuerte Bier.
Statt weit ins Holz zu fahren,
putz ich das Obstrevier.

Das Laub ist fetter Dünger,
sein Schatten schützt die Au
und kühlet nicht geringer,
als sanfter Himmelstau.

Wenn ihr mit Umsicht wählet,
nimmt frisches Obst kein End`,
wie`s der Prophet erzählet
im Neuen Testament.

Die edlen Bäume geben
für jeden Monat Frucht.
Hoch soll der Pelzer leben,
der`s Beste mehrt und sucht.

Vollreif ist`s Obst die Quelle,
die Wein und Honig fließt.
Da schmeckt und sieht man helle,
wie mild der Herr uns ist.

Dass diese Wunderquelle
euch niemals ganz versiegt,
setzt Baum an jeder Stelle,
die öd im Hofe liegt.

Unzeitig abgepflücket
hat`s Obst nicht halben Wert.
Und wer`s zu früh verschlucket,
wohl schlecht den Schöpfer ehrt.
 

 

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Die zwölf Grundregeln des Obstbaues
Verfasser unbekannt

Quelle: „Der Fruchtgarten“ Illustrierte Zeitschrift für Obstbau, Sortenkunde und Obstbenutzung. Organ des Obstbau-Vereines für das Königreich Böhmen. 1. Jahrgang, Nr. 4 vom 1. März 1886

I.
Hast Du einen leeren Raum,
Pflanze dorten einen Baum.
Ein Kapital ist er fürwahr,
bringt Zinsen Dir fast Jahr um Jahr.

II.
Mach gute Auswahl Dir zur Pflicht,
drum setze einen Krüppel nicht.
Der Stamm sei schön, von gutem Wuchs,
nach unten stark, gesund wie „Buchs"
und Wurzel, Krohn in gutem Stande.
Die Bäume kauf im eignen Lande,
dann pflanze viel von einer Art
und nicht eine ganze Musterkart.

III.
Mach Deine Pflanzung nicht zu enge,
nicht liegt der Nutzen in der Menge.
Gönn dem Bäumchen Licht und Raum,
sonst wird es nie ein schöner Baum.
Denkst Du an die Folgezeit,
setze sie 10 Meter weit,
dazu schön auch im „Verband",
solches zeuget von Verstand.

IV.
Die Grube mache metertief,
den Stamm darin nicht halte schief.
Die Rasenstücke kommen unten,
den Stamm nicht allzu fest gebunden;
denn weil die Erde ausgehoben,
so senket er sich mit dem Boden
und dass ihm nicht zu trocken werde,
mach schüsselförmig rings die Erde.

V.
Weil die Wurzel sehr gelitten,
werde auch die Krohn geschnitten.
Einen Drittel von den Zweigen
darfst Du immerhin wegschneiden,
doch den Leitzweig in der Mitte
kürze nicht zu sehr, ich bitte.
Nach sechs Jahren solcher Zucht:
Schöner Baum und bald auch Frucht.

VI.
Alte Bäume lasse putzen,
sonst geht Dir zurück ihr Nutzen.
Misteln, Moos und welke Äste,
rasch entfernt, das ist das Beste.
Ist das Astwerk gar zu dicht,
so verschaff' dem Baume Licht.
Doch wenn er soll gut gelingen,
halte Maß in diesen Dingen.

VII.
Jedes Spätjahr streiche dann
die Bäume auch mit Kalkmilch an.
Das macht eine glatte Rinde,
Ungeziefer tilgts geschwinde.

VIII.
Soll der Baum viel Frucht Dir geben,
musst mit Dünger ihn beleben.
Du musst aber wohl bedenken,
dass sich Wurzeln tief einsenken,
und so weit im Boden gehen,
als die Äst vom Stamm abstehen.
Drum weit vom Stamm und tief gedüngt,
soll er werden neu verjüngt.

IX.
Bleibt ein Baum ganz undankbar
und steht leer da Jahr um Jahr,
ist jedoch gesund und schön,
lass ihn dennoch fortbestehen.
Hau ihn nicht im Zorne um,
sondern pfropfe Dir ihn um.
Ist der Baum jedoch zu groß,
nimm per Jahr ein Drittel bloß.

X.
Hast Du einen alten Baum,
der hervorbringt Früchte kaum,
doch von wohlbewährter Sorte,
lass ihn stehn an seinem Orte.
Doch die langen Äste stutze,
krumme sterbende wegputze.
So verjüngt wird Kraft ihm bleiben,
dass er noch mag Früchte treiben.

XI
Hab ein Aug auf Deine Bäume,
siehst was Krankes, so versäume nicht,
die Ursach zu erfahren,
dich vor Schaden zu bewahren.
Kranke Stellen schneid mit Fleiß,
bis die Wunde frisch und weiß.
Mach auch Längsschnitt ins Gesunde,
wohlverstrichen dann die Wunde.

XII.
Folgst Du, Freund, nun diesen Winken,
so wird Segen viel Dir blinken,
wird der Bäume Wert sich zeigen,
wenn sie früchteschwer sich neigen.
Dich erfreun mit süßer Kost,
laben auch mit süßem Most.
Dir bringts großen Nutzen ein,
andern wirst Du Vorbild sein.

 

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Apfelsaftsorten zum Geburtstag
von Georg Regener
zur Geburtstagsfeier einer Mitbewohnerin am 23.04.2002 in Hamburg

Mit freundlicher Genehmigung des Autors zur Veröffentlichung auf www.hobbymosterei.de am 24.03.2009

87 Jahre bist Du nun auf dieser Welt,
dazu wünschen wir Dir Glück, Gesundheit und viel Geld -
und wie's an solchen Tagen Brauch,
kommt man mit Geschenken auch.
Man ist und bleibt nun mal Senior,
vieles kommt dann manchmal anders vor.

Auch stellen sich Beschwerden ein,
mal ist's der Arm, mal ist's das Bein.
Wir dachten deshalb, bevor Du bistgeschafft,
bringen wir Dir einfach eine Kiste Apfelsaft.

Nimm gleich den Boskoop in Gebrauch,
der ist gut für Deinen Bauch,
tut dann immer noch der Magen weh,
die beste Medizin - ein heißer Apfeltee.

Stimmt es mit dem Blutdruck nicht,
mach ja kein ängstliches Gesicht,
mach einfach den James Grieve auf
und Du bist wieder gut drauf.

Ist die Muskelkraft zu schwach,
greife flugs in's nächste Fach,
willst Du dann zur Ruh' Dich betten,
trink ein Gläschen von Renetten
und im Traume wirst Du seh'n,
kommt Lebensfreude, wunderschön.

Hast Du Kummer mit der Blase,
greif nicht gleich zur Blumenvase,
dann trink die Ingrid-Marie - möglichst gleich zwei,
und das Leiden ist sofort vorbei.

Aber dann für hinterlistige Zwecke,
holst Du den Martini aus der Ecke,
im Nu gibt es Dir Luft, das  Rumoren ist vorbei
und Du fühlst Dich wieder frei.

Hast Du mit der Kondition
nur Kummer, Du verzweifelst schon,
trink den guten Glockenapfel – fast wie edler Wein,
Dein Körper wird Dir dankbar sein.

Nimm sonntags alle Sorten zeitgleich ein,
riesengroße  Stimmung stellt sich ein -
Halleluja, oh wie fein.

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Der Apfelgarten
von Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Komm gleich nach dem Sonnenuntergange,
sieh das Abendgrün des Rasengrunds;
ist es nicht, als hätten wir es lange
angesammelt und erspart in uns,

um es jetzt aus Fühlen und Erinnern,
neuer Hoffnung, halbvergeßnem Freun,
noch vermischt mit Dunkel aus dem Innern,
in Gedanken vor uns hinzustreun.

Unter Bäume wie von Dürer, die
das Gewicht von hundert Arbeitstagen
in den überfüllten Früchten tragen,
dienend, voll Geduld, versuchend, wie

das, was alle Maße übersteigt,
noch zu heben ist und hinzugeben,
wenn man willig, durch ein langes Leben
nur das Eine will und wächst und schweigt.

 

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Frühling    
von Theodor Fontane (1819 - 1898)

Nun ist er endlich kommen doch
in grünem Knospenschuh.
„Er kam, er kam ja immer noch "
die Bäume nicken sich's zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,
nun treiben sie Schuss auf Schuss
im Garten der alte Apfelbaum,
er sträubt sich, aber er muss.

Wohl zögert auch das alte Herz
und atmet noch nicht frei,
es bangt und sorgt; „Es ist erst März,
und März ist noch nicht Mai."

O schüttle ab den schweren Traum
und die lange Winterruh:
Es wagt es der alte Apfelbaum,
Herze, wag 's auch du.

 

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Das erste Birnbaumgedicht (1875)
von Hertha von Witzleben,
Enkelin des Karl Friedrich Ernst von Ribbeck.
Sie schrieb dieses Gedicht bevor Fontane sein Gedicht
im Jahre 1889 veröffentlichte.



Zu Ribbeck an der Kirche ein alter Birnbaum steht,
der mit den üpp'gen Zweigen der Kirche Dach umweht.
Von hohem Alter zeuget der Stamm, so mächtig stark,
wächst schier aus dem Gemäuer wie aus der Kirche Mark.

Von diesem alten Birnbaum geht eine Sage hier,
sie war als Kind zu hören stets eine Wonne mir:
Ein alter Ribbeck, heißt es, war Kindern hold gesinnt,
wohl hundertmal beschenkt er im Dorfe jedes Kind.

In allen Kleidertaschen er Birnen, Äpfel hat,
gab stets mit beiden Händen, gab gern, genug und satt.
Und als er kam zu sterben, man in den Sarg ihn legt,
denkt nicht an seine Taschen, darin er Birnen trägt.

Und in dem nächsten Frühjahr wächst aus der Wand am Tor,
sproßt aus dem Erbbegräbnis ein Bäumlein grün hervor.
Der Alte, der im Leben die Kinder so geliebt,
nun noch in seinem Sarge den Kindern Freude gibt

Im Herbst viel kleine Birnen der Baum streut auf den Sand,
und heut noch greift mit Jubel danach der Kinder Hand.
Die Abendschatten sanken hernieder allgemach,
da ward in meiner Seele die alte Sage wach.

Weitere Infos zu “Ribbeck” siehe: www.vonRibbeck.de

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Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
von Theodor Fontane (1819-1898)

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand,
und kam die goldene Herbsteszeit,
und die Birnen leuchteten weit und breit,
da stopfte, wenns Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll.

Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: "Junge, wist 'ne Beer?"
Und kam ein Mädel, so rief er: "Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn."

So ging es viele Jahre, bis lobesam
der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
er fühlte sein Ende, 's war Herbsteszeit,
wieder lachten die Birnen weit und breit,
da sagte von Ribbeck: "Ich scheide nun ab,
legt mir eine Birne mit ins Grab."

Und drei Tage darauf, aus dem Doppeldachhaus,
trugen von Ribbeck sie hinaus,
alle Bauern und Büdner, mit Feiergesicht,
sangen "Jesus, meine Zuversicht",
und die Kinder klagten, das Herze schwer:
"He is dod, wer giwt uns nu 'ne Beer?"

So klagten die Kinder, das war nicht recht.
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht.
Der neue freilich, der knausert und spart,
hält Park und Birnbaum strenge verwahrt,
aber der alte, vorahnend schon
und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
der wußte genau, was damals er tat,
als um eine Birn ins Grab er bat.

Und im dritten Jahr, aus dem stillen Haus
ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.
Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtets wieder weit und breit.

Und kommt ein Jung übern Kirchhof her,
so flüsterts im Baume: "Wiste 'ne Beer?"
Und kommt ein Mädel, so flüsterts: "Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick gew di 'ne Birn."
So spendet Segen noch immer die Hand
des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

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Vom schlafenden Apfel
von Robert Reinick  (1805-1852)

Vom schlafenden Apfel
Im Baum, im grünen Bettchen,
Hoch oben sich ein Apfel wiegt,
Der hat so rote Bäckchen,
Man sieht, daß er im Schlafe liegt.

Ein Kind steht unterm Baume,
Das schaut und schaut und ruft hinauf:
"Ach, Apfel, komm herunter!
Hör endlich doch mit Schlafen auf!"

Es hat ihn so gebeten,-
Glaubt ihr, er wäre aufgewacht?
Er rührt sich nicht im Bette,
Sieht aus, als ob im Schlaf er lacht.

Da kommt die liebe Sonne
Am Himmel hoch daherspaziert.
"Ach Sonne, liebe Sonne,
Mach du, daß sich der Apfel rührt!"

Die Sonne spricht: "Warum nicht?"
Und wirft ihm Strahlen ins Gesicht,
Küßt ihn dazu so freundlich;
Der Apfel aber rührt sich nicht.

Nun schau! Da kommt ein Vogel
Und setzt sich auf den Baum hinauf.
"Ei, Vogel, du mußt singen,
Gewiß, gewiß, das weckt ihn auf!"

Der Vogel wetzt den Schnabel
Und singt ein Lied so wundernett.
Und singt aus voller Kehle;
Der Apfel rührt sich nicht im Bett.

Und wer kam nun gegangen?
Es war der Wind, den kenn ich schon,
Der küßt nicht und der singt nicht,
Der pfeift aus einem andern Ton.

Er stemmt in beide Seiten
Die Arme, bläst die Backen auf
Und bläst und bläst; und richtig,
Der Apfel wacht erschrocken auf.

Und springt vom Baum herunter
Grad in die Schürze von dem Kind;
Das hebt ihn auf und freut sich
Und ruft: "Ich danke schön, Herr Wind!"

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Bei einem Wirte wundermild...
von Ludwig Uhland  (1787-1862)
 
Bei einem Wirte wundermild,
da war ich jüngst zu Gaste.
Ein goldner Apfel war sein Schild,
an einem langen Aste.

Es war der gute Apfelbaum
bei dem ich eingekehret;
mit süßer Kost und frischem Schaum
hat er mich wohl genähret.

Es kamen in sein grünes Haus
viel leichtbeschwingte Gäste,
sie sprangen frei und hielten Schmaus
und sangen auf das Beste

Ich fand ein Bett zu süßer Ruh'
auf weichen grünen Matten:
Der Wirt, der deckte selbst mich zu
mit seinem kühlen Schatten.

Nun frag' ich nach der Schuldigkeit:

Da schüttelt' er den Wipfel;
gesegnet sei er allezeit
von der Wurzel bis zum Gipfel.


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Am Apfelbaum
von Theodor Fontane  (1819-1898)

Als hier im stillen Tale
der Frühling weilte kaum,
stand ich zum letzten Male
an diesem Apfelbaum.

Es flochten Blütenflocken
erschöpft vom Wirbeltanz,
in ihren dunklen Locken
geschäftig sich zum Kranz.

Der Winter ist gekommen
und dahin nach altem Brauch,
und was er mir genommen,
erweckt kein Frühlingshauch.

Auch heut ichs von den Zweigen
wie Blüten fallen seh,
doch tanzt den stillen Reigen
in Flocken nur der Schnee.

Ich seh vom Haupt ihn tropfen
gleich Tränen niederwärts,
und lauter hör ich klopfen
mein tief bewegtes Herz.

Seitenangang

Lob dem Apfel
(Georg Wilhelm Otto von Ries * 5. April 1763 in Hanau; † 25. September 1846 in Kopenhagen)

Eines musst du dir gut merken,
wenn du schwach bist: Äpfel stärken.

Äpfel sind die beste Speise
für zu Hause, für die Reise,
für die Alten, für die Kinder,
für den Sommer, für den Winter,
für den Morgen, für den Abend,
Äpfel essen ist stets labend.

Äpfel glätten deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.
Äpfel geben Kraft und Mut
und erneuern dir dein Blut.
Auch vom Most, sofern dich durstet,
wirst du fröhlich, wirst du lustig.

Darum Freund, so lass dir raten:
Esse frisch, gekocht, gebraten
täglich ihrer fünf bis zehn.
Wirst nicht dick, doch jung und schön
und kriegst Nerven wie ein Strick.
Mensch im Apfel liegt dein Glück.

 

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